{"id":15290,"date":"2025-05-28T16:16:33","date_gmt":"2025-05-28T16:16:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruenhorn.group\/?p=15290"},"modified":"2025-06-03T08:12:49","modified_gmt":"2025-06-03T08:12:49","slug":"medizinisches-cannabis-ministerin-stellt-kranke-unter-generalverdacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruenhorn.group\/en\/medizinisches-cannabis-ministerin-stellt-kranke-unter-generalverdacht\/","title":{"rendered":"Medizinisches Cannabis: Ministerin stellt Kranke unter Generalverdacht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gr\u00fcnhorn \u00e4u\u00dfert sich kritisch zu den Aussagen von Gesundheitsministerin Warken \u2013 Patientinnen und Patienten verdienen Respekt, keine Vorverurteilung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Leipzig, 28. Mai 2025.<\/em> Die Gr\u00fcnhorn Gruppe, Deutschlands gr\u00f6\u00dfter Anbieter im Bereich medizinisches Cannabis, weist die j\u00fcngsten \u00c4u\u00dferungen von Bundesgesundheitsministerinn Nina Warken entschieden zur\u00fcck. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hatte die Ministerin die Zahl der Cannabis-Verordnungen mit mutma\u00dflichem Missbrauch in Verbindung gebracht und sprach von einer \u201eRauschdroge\u201c, deren Online-Verschreibung zu leicht zug\u00e4nglich sei.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWer versucht, Medizinalcannabis zu politisieren, nimmt die Bed\u00fcrfnisse vieler Patientinnen und Patienten nicht ernst, gef\u00e4hrdet deren medizinische Versorgung und stellt die Anwendung einer wirksamen Therapieoption auf fahrl\u00e4ssige Art und Weise erneut in Frage\u201c, erkl\u00e4rt Stefan Fritsch, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gr\u00fcnhorn Gruppe. \u201eSolche pauschalen Aussagen greifen zu kurz und werden weder der Komplexit\u00e4t medizinischer Therapien noch der Lebenssituation vieler Patientinnen und Patienten gerecht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Medical cannabis is part of standard care<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem Inkrafttreten des Cannabisgesetzes im April 2024 hat sich die Versorgung f\u00fcr viele kranke Menschen verbessert, denen Standardtherapien nicht helfen k\u00f6nnen. Die Herausnahme aus dem Bet\u00e4ubungsmittelgesetz hat H\u00fcrden abgebaut, der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat 16 Facharztgruppen zur Verschreibung ohne Genehmigung zugelassen. Allein Gr\u00fcnhorn hat im Jahr 2024 \u00fcber 73.000 Patientinnen und Patienten versorgt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie steigende Zahl der Verordnungen ist nicht etwa ein Zeichen von Missbrauch, sondern Ausdruck einer Entstigmatisierung und Normalisierung der Cannabistherapie\u201c, so Fritsch. \u201eUnsere Patientinnen und Patienten sind vielfach austherapiert, viele leiden unter chronischen Schmerzen, Spastiken oder therapieresistenter \u00dcbelkeit. F\u00fcr sie ist Cannabis keine Ausweichl\u00f6sung, sondern oftmals der erste funktionierende Behandlungsweg, und zwar ohne die heftigen Nebenwirkungen starker Opioide, wie sie in der Schmerztherapie eingesetzt werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ministerin widerspricht eigenen Anspr\u00fcchen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Besonders irritierend ist f\u00fcr das Unternehmen der Widerspruch zur bisherigen \u00f6ffentlichen Haltung der Ministerin. Warken hatte bei ihrem Amtsantritt angek\u00fcndigt, alle Beteiligten im Gesundheitssystem fair behandeln zu wollen. Die j\u00fcngsten Aussagen zeugen aus Sicht der Gr\u00fcnhorn Gruppe jedoch vom Gegenteil: \u201eDie pauschale Diskreditierung einer ganzen Patientengruppe und Branche steht im Widerspruch zu jedem Versprechen fairer Politik\u201c, sagt Fritsch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kretschmer mahnt zur Differenzierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie eine sachliche Auseinandersetzung gelingen kann, zeigte k\u00fcrzlich Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer bei einem Besuch der Gr\u00fcnhorn Gruppe. W\u00e4hrend er sich weiterhin kritisch zum privaten Gebrauch \u00e4u\u00dfert, warb er ausdr\u00fccklich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung des medizinischen Bereichs. Kretschmer erkl\u00e4rte: \u201eDer Markt f\u00fcr medizinisches Cannabis besitzt hohes Potenzial f\u00fcr chronisch kranke Menschen. Die Verwendung von medizinischem Cannabis kann langfristig helfen, Symptome von Betroffenen zu lindern.\u201c Dem Ministerpr\u00e4sidenten zufolge gelte es, Regelungen zu schaffen, die den Einsatz von medizinischem Cannabis langfristig erm\u00f6glichen und dessen Entwicklung vorantreiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Versorgungssicherheit braucht verl\u00e4ssliche Politik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fritsch mahnt: \u201eWas Patientinnen und Patienten brauchen, ist Sicherheit. Sicherheit im Zugang, in der Beratung, in der Qualit\u00e4t und auch in der politischen Haltung.\u201c Die Aussagen der Gesundheitsministerin drohen aus Sicht des Unternehmens genau diese Sicherheit zu gef\u00e4hrden. Auch werde mit der Unterstellung eines weitverbreiteten Missbrauchs das politische Fundament des aktuellen Gesetzes infrage gestellt und damit auch die Arbeit ihres Vorg\u00e4ngers Karl Lauterbach, der sich f\u00fcr Entb\u00fcrokratisierung und Versorgungssicherheit eingesetzt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir laden Frau Warken herzlich ein, sich pers\u00f6nlich ein Bild von unserer Arbeit zu machen. Ministerpr\u00e4sident Kretschmer hat diesen Weg bereits gew\u00e4hlt\u201c, sagt Fritsch. \u201eEin direkter Dialog mit Patientinnen und Patienten kann helfen, ein umfassenderes Verst\u00e4ndnis zu gewinnen. Wir stehen daf\u00fcr jederzeit gerne zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcnhorn \u00e4u\u00dfert sich kritisch zu den Aussagen von Gesundheitsministerin Warken \u2013 Patientinnen und Patienten verdienen Respekt, keine Vorverurteilung Leipzig, 28. Mai 2025. 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