{"id":13564,"date":"2024-05-28T08:20:00","date_gmt":"2024-05-28T08:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruenhorn.group\/?p=13564"},"modified":"2024-08-01T12:50:43","modified_gmt":"2024-08-01T12:50:43","slug":"cannabis-legal-wie-konsumiere-ich-es-ohne-rauchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruenhorn.group\/de\/cannabis-legal-wie-konsumiere-ich-es-ohne-rauchen\/","title":{"rendered":"Cannabis legal: Wie konsumiere ich es ohne Rauchen?"},"content":{"rendered":"\n<p>Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2024<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der klassische Joint ist die im Freizeitbereich g\u00e4ngigste Art, Cannabis zu konsumieren. Aber was ist, wenn man gar nicht raucht? Anl\u00e4sslich des Weltnichtrauchertages der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 31. Mai 2024 kl\u00e4rt Gr\u00fcnhorn \u00fcber Alternativen zum traditionellen Rauchen von Cannabis auf.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland greift jeder vierte Erwachsene regelm\u00e4\u00dfig zur Zigarette<sup>1<\/sup>. Obwohl die Zahlen seit einigen Jahren r\u00fcckl\u00e4ufig sind, liegen sie noch immer im zweistelligen Millionenbereich. Tabakrauch enth\u00e4lt Stoffe, von denen viele giftig und krebserregend sind, sch\u00e4digt fast jedes Organ im K\u00f6rper und ist eine Hauptursache f\u00fcr Herzerkrankungen, Schlaganf\u00e4lle, andere Gesundheitsprobleme und fr\u00fchzeitige Todesf\u00e4lle<sup>2<\/sup>. Der Effekt eines Joints mit Tabak auf die Lunge kann durch tiefere Inhalation und Gr\u00f6\u00dfe bis f\u00fcnf Mal<sup>3<\/sup>&nbsp;dem Effekt einer Zigarette entsprechen. Umso wichtiger ist es, auch f\u00fcr den k\u00fcrzlich legalisierten Cannabiskonsum alternative Konsummethoden kennenzulernen. F\u00fcr Nichtraucher wie Michael L. aus M\u00fcnchen, der auf eine Cannabistherapie angewiesen ist, enorm wichtig:&nbsp;<em>\u201eIch kombiniere Bl\u00fcten, die er im Vaporizer verdampft, und Cannabisextrakte. Im Gegensatz zum Inhalieren der getrockneten Bl\u00fcten wirken diese \u00e4hnlich wie Retard-Medikamente l\u00e4nger und bringen mich als Schmerzpatienten besser durch die Nacht.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gesundheitsschutz steht im Vordergrund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der diesj\u00e4hrige Weltnichtrauchertag steht unter dem Motto&nbsp;<em>\u201eSchutz der Kinder vor dem Einfluss der Tabakindustrie\u201c<\/em>. Auch f\u00fcr Gr\u00fcnhorn steht der Jugend- und Gesundheitsschutz an erster Stelle:&nbsp;<em>\u201eWie Karl Lauterbach im Rahmen der Legalisierungsdebatte betont hat, geht es darum, den Schwarzmarkt auszutrocknen und Jugendliche zu sch\u00fctzen\u201c<\/em>, sagt CEO und Gr\u00fcnder der Gr\u00fcnhorn Gruppe, Stefan Fritsch. Medizinisches Cannabis wird unter kontrollierten Bedingungen hergestellt. Die Reinheit der Produkte sorgt daf\u00fcr, dass Nutzer genau wissen, was sie konsumieren, ohne das Risiko von Verunreinigungen.<em>&nbsp;\u201eMedizinisches Cannabis unterliegt dabei strengen Qualit\u00e4tsstandards und Grenzwerten, die f\u00fcr jede Charge gepr\u00fcft werden. Verunreinigungen durch Haarspray, Blei oder Schimmel, wie bei Schwarzmarkt-Cannabis, werden damit ausgeschlossen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Laut Dr. rer. nat. Nadine Herwig, Leiterin der Gr\u00fcnhorn Academy, gibt es moderne Methoden, die deutlich weniger gesundheitssch\u00e4dlich f\u00fcr Konsumentinnen und Konsumenten sind als das Rauchen. Zwar erm\u00f6gliche der Konsum \u00fcber die Lunge eine schnelle THC-Aufnahme, was f\u00fcr Schmerzpatient:innen von Vorteil sein kann, jedoch mit dem Risiko, dass beim Verbrennen einerseits Cannabinoide und Terpene zerst\u00f6rt werden und andererseits giftige Substanzen aus der Verbrennung in die Lunge gelangen.&nbsp;<em>\u201eDie schonenderen und gleichzeitig einfacheren Alternativen sind Verdampfen, Extrakte und Kapseln\u201d<\/em>, so Dr. Herwig. Auch eine Zubereitung von Tee oder Butter zum Herstellen von Speisen aus den decarboxylierten Cannabisbl\u00fcten ist m\u00f6glich. Sogenannte&nbsp;<em>\u201eEdibles\u201c<\/em>&nbsp;wie z.B. Kaubonbons mit THC-Zugabe sind bislang in Deutschland noch nicht legal.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Cannabisextrakte &amp; Kapseln<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Extrakte, Kapseln und Pumpsprays werden aus kontrollierten medizinischen Cannabisbl\u00fcten unter Pharmabedingungen hergestellt, etwa mittels Ethanol-Extraktion in Glaskolben. Laut der pharmazeutischen Empfehlung f\u00fcr die Cannabis-Therapie sind Extrakte vorzuziehen, da diese nicht \u00fcber die Lunge inhaliert werden m\u00fcssen und zum jetzigen Wissensstand f\u00fcr gesunde Menschen v\u00f6llig unsch\u00e4dlich sind. F\u00fcr Extrakte, die man tropfenweise einnimmt, braucht man keine Hilfsmittel wie Feinwaagen und Verdampfer. Mithilfe der Dosieraufs\u00e4tze oder Spritzen mit Milliliter-Anzeige kann man Extrakte leicht dosieren. Die Einnahme in der \u00d6ffentlichkeit ist diskret ohne Dampf. Extrakte bieten eine langsamere Wirkstoffaufnahme nach der Verstoffwechselung in der Leber. Das THC wirkt also nicht so pl\u00f6tzlich, daf\u00fcr l\u00e4nger (ca. 5 Stunden), was etwa zur Behandlung von chronischen Erkrankungen von Vorteil sein kann. Eine personalisierte Therapie durch die Auswahl von passenden Extrakten mit genauem CBD- \/ THC-Gehalt und Terpenen ist m\u00f6glich. Ein Nachteil ist der verz\u00f6gerte Wirkeintritt nach ca. 20 bis 40 Minuten. Der Preis ist im Vergleich zu Bl\u00fcten h\u00f6her, wobei moderne Extraktionsmethoden zuk\u00fcnftig zu immer preiswerteren Extrakten f\u00fchren werden. Innovative Methoden erm\u00f6glichen eine pr\u00e4zisere Kontrolle \u00fcber den Extraktionsprozess und f\u00fchren zu einer h\u00f6heren Ausbeute an Cannabinoiden und Terpenen. Lange Zeit war dies nicht m\u00f6glich und Extrakte hatten keine oder kaum Terpenbestandteil<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verdampfen \/ \u201eVapen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um getrocknete Cannabisbl\u00fcten mit Hilfe von \u201eVaporisatoren\u201c zu verdampfen, zerkleinert man sie mit einem sogenannten \u201eGrinder\u201c, einer Kr\u00e4uterm\u00fchle. Dann f\u00fcllt man eine Kammer im Ger\u00e4t mit zerkleinerten Bl\u00fctenteilen ohne Tabakzugabe und erhitzt diese kontrolliert \u00fcber den Temperaturregler. Beim Verdampfen bei der Idealtemperatur von 200 Grad Celsius entstehen keine sch\u00e4dlichen Verbrennungsprodukte, die bei herk\u00f6mmlichem Rauchen freigesetzt werden. Dies reduziert das Risiko f\u00fcr Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs. Einige Kassen erstatten in der Cannabistherapie die beiden Verdampfer-Modelle \u201cVolcano Digit\u201d und \u201cMighty Medic\u201d von Storz und Bickel. Voraussetzung ist, dass zuvor die Therapie mit Cannabisbl\u00fcten genehmigt wurde. Die erw\u00fcnschten Inhaltsstoffe (Terpene und Cannabinoide) bleiben besser erhalten als beim Rauchen. Vaporizer verwerten Cannabis effizienter, da sie die M\u00f6glichkeit bieten, bei verschiedenen Temperaturen zu verdampfen, um das Maximum an Wirkstoff und Terpenen herauszubekommen. Ein Nachteil ist, dass Vapen eine k\u00fcrzere Wirkdauer gegen\u00fcber Extrakten hat (ca. 2 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quellen<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p><sup>1&nbsp;https:\/\/de.statista.com\/themen\/150\/rauchen\/#topicOverview<\/sup><br><sup>2&nbsp; https:\/\/de.statista.com\/themen\/150\/rauchen\/#topicOverview<\/sup><br><sup>3&nbsp; https:\/\/www.sciencedaily.com\/releases\/2007\/07\/070731085550.htm<\/sup><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2024 Der klassische Joint ist die im Freizeitbereich g\u00e4ngigste Art, Cannabis zu konsumieren. Aber was ist, wenn man gar nicht raucht? Anl\u00e4sslich des Weltnichtrauchertages der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 31. Mai 2024 kl\u00e4rt Gr\u00fcnhorn \u00fcber Alternativen zum traditionellen Rauchen von Cannabis auf. In Deutschland greift jeder vierte Erwachsene regelm\u00e4\u00dfig zur Zigarette1. 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